Mitarbeiter wegen Bürobedarf gekündigt

Das könnte in fast jedem Unternehmen in der Mitarbeiterzeitung stehen. Denn es ist das Recht eines Unternehmens, einen Mitarbeiter nach mehrmaligen Abmahnungen zu kündigen, wenn dieser sich regelmäßig am Bürobedarf zu schaffen macht. Keine Seltenheit im Büro.
Allerdings – zur sinnlosen Verteidigung der Mitarbeiter – hat das weniger etwas mit Vorsatz zu tun. Kaum ein Mitarbeiter lässt hin und wieder Büroartikel mitgehen, um dem Betrieb Schaden zuzufügen. Eher mit dem Hintergrund, dass man ein wenig einsparen könnte, wenn man den privaten Bürobedarf mit dem der Firma deckt.
Nun ist dies allerdings strickt verboten. Häufig loben es sich Chefs, wenn Mitarbeiter auf diese zukommen, um darum zu bitten, mal Büroartikel für privat mit bestellen zu können. Das zeigt den Chefs, dass dieser Mitarbeiter sicherlich kein Dieb vom firmeninternen Bürobedarf sein wird. Und in kleineren Firmen stellt es auch kein Problem dar, wenn man privat etwas mit bestellen möchte.
Umso unverständlicher werden Mitarbeiterdiebstähle. Moralisch verwerflich – und für jeden Mitarbeiter gefährlich. Denn wenn dies rauskommt, ist nicht jeder Chef so nett und lässt dem stehlenden Mitarbeiter eine Abmahnung zukommen. In vielen Fällen fliegt der Mitarbeiter – hat also nicht nur keine Arbeit mehr, sondern muss seine Büroartikel demnächst selbst im Einzelhandel kaufen. Vielleicht ist in diesem Falle noch soviel Papier erbeutet worden, um die Bewerbungen für die neue Stelle zu schreiben. Aber das ist es wirklich nicht wert!
Daher sollte sich jeder Mitarbeiter genauestens überlegen, ob man wirklich so arm ist, dass man sich am Unternehmensinventar bedienen muss, oder ob nicht der Verdienst ausreicht, selbst einkaufen zu können.

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