Die Kappsäge – Aufbau und Einsatzmöglichkeiten

Die Kappsäge, auch als Kappkreissägemaschine oder Kapp- und Gehrungssäge bezeichnet, findet u.a. in der Holzbearbeitung weite Verbreitung. Aber nicht nur im Holzgewerk, sondern auch im Bereich Kunststoff- und Leichtmetallverarbeitung ist sie aus keiner Heimwerker- oder Profiwerkstatt weg zu denken.

Bei der Kappsäge bildet die Auflagekonsole mit dem Arbeitstisch typischerweise den unteren Teil der Maschine.

Das Werkzeug, also das Kreissägeblatt, wird zur Bearbeitung von oben an das Werkstück heran geführt. Um diese Funktion zu gewährleisten, ist der obere Teil der Maschine vertikal schwenkbar ausgelegt. Direkt an dem Schwenkarm ist in den meisten Fällen der Antriebsmotor montiert. Der Wellenstumpf des Antriebsmotors dient gleichzeitig als Aufnahme für das Werkzeug. Die vertikale Schwenkbewegung wird – zumindest im Segment der Heimwerkermodelle – von der Hand ausgeführt. Durch diese Führung per Hand, kann der Werker die Geschwindigkeit und die Kraft des Vorschubs dosieren.

Bei qualitativ hochwertigeren Modellen ist der Arbeitstisch drehbar gestaltet. Mit Hilfe einer Maßteilung kann man die gewünschte Drehung einstellen oder aber die vorgefertigten Einrastungen für die am häufigst verwendeten Teilungen 15°, 30°, 45°, 60°, 90°, 120° wählen. Die Drehung des Maschinentisches gegenüber der Arbeitsspindel ist erforderlich um Gehrungen, d.h. Winkel an ein längeres Werkstück zu schneiden. Typische Anwendungen sind das Zuschneiden – Längen und/oder Gehrung – von Fußbodenleisten, Paneelen, Leisten für Rahmen aller Art, Bau von Türen, Bau von Fenstern, Verkleidungen, Vordächer, Wintergärten, Verkofferungen usw. Überall dort, wo ein und der selbe Arbeitsgang häufig, jedoch mit der entsprechenden Präzision ausgeführt werden muss, spielt die Kapp- und Gehrungssäge eine wichtige Rolle.

Bedingt durch ihre spezifische Konstruktion ist sie weder für große Schnittbreiten, noch für allzu große Schnitttiefen ausgelegt, sondern hat ihre Domäne im Bereich der Werkstücke mit eher langer Geometrie, wie eben Leisten, Latten, Stäbe bzw. Formstäbe. Diese Werkstücke können dann schnell und präzise „gekappt“ oder auch auf „Gehrung geschnitten“ werden.

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