Arbeitslosenzahlen auf Rekordtief

8,4 Prozent ist das erfreuliche Ergebnis der Arbeitslosenstatistik für den September 2007. Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hält weiter an, noch im August waren es laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit rund 162 000 Arbeitsuchende mehr. Damit befinden sich die Arbeitslosenzahlen auf dem niedrigsten Stand seit Oktober 1995. Ein Rekord. Mal abgesehen von den Abertausenden von Menschen, die zwar nicht arbeitslos sind, sich aber in Qualifikationsmaßnahmen, wie zum Beispiel Umschulungen, befinden, waren im letzten Monate nur noch rund 3,7 Millionen Menschen ohne Job. Nicht zuletzt ist diese positive Entwicklung auf die gute Konjunkturlage zurückzuführen. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind gut gefüllt, die Kapazitätsauslastung ist prima und die Nachfrage nach Arbeitskräften hält weiterhin an. Besonders positiv sind auch die Entwicklungen bei der Zahl der Langzeitarbeitslosen zu sehen. Auch die über 50jährigen, die trotz der guten Entwicklungen immer noch schwer zu vermitteln waren, haben anscheinend wieder eine Chance auf einen Platz auf dem ersten Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen in dieser Altersgruppe sank im Verglich zum Vorjahr um 300 000. Dies zusammen mit der Tatsache, dass es immer noch rund 1 Million offene Stellen, welche auf einen Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin warten, wird Bundesarbeitsminister Franz Müntefering freuen. Obwohl die Gesamtentwicklung auf dem Arbeitsmarkt eine erfreuliche ist, gibt es doch an einige besorgniserregende Punkte. Denn beispielsweise ist die Arbeitslosigkeit im Osten der Republik, mit rund 14,1 Prozent, immer noch mehr als doppelt so hoch als in Westdeutschland. Wurden im Lauf des August 2007 im Westen rund 109 000 Arbeitnehmer neu eingestellt, waren es im Osten nur 53 000.

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