UG

Die UG als Gesellschaftsform ist in Deutschland eine Neuerung, die begrüßenswert ist. Zwar wird die UG erst am November 2008 wahrscheinlich zur Verfügung stehen, wenn man dem Bundesjustizministerium Glauben schenkt, dennoch warten schon einige Gründer seit der Ankündigung einer solchen Gesellschaftsform seit letztem Jahr darauf. Die UG soll eine gründerfreundliche Variante der GmbH werden und das wird sie wohl auch erfüllen, wenn man sich die Regelungen ansieht.

Denn gegründet werden kann die UG mit einem Euro Stammkapital. Das hat zwar zur Folge, dass die UG das Stammkapital ausbauen muss und zwar durch 25 prozentige Rücklagen aus dem Jahresüberschuss, also aus dem Jahresgewinn, aber für die Startphase bedeutet dies, dass erst mal Kapital in den grundsätzlichen Aufbau der UG gesteckt werden kann. Dadurch ist zwar dann im Verlauf des Bestehens der UG ein Teil des erwirtschafteten Gewinns gebunden bis die Schwelle von 25 000 Euro erreicht wurde, dadurch gewinnt die UG aber an Seriosität. Denn man hat sich auf das zu erwerbende Stammkapital der UG geeinigt, damit Gläubiger einen gewissen Schutz genießen. Der Gläubigerschutz beinhaltet auch, dass bei der Bestellung eines unzuverlässigen Geschäftsführers die Gesellschafter der UG herangezogen werden können.

Die Gründung einer UG soll zudem durch die Bereitstellung einer Mustersatzung vereinfacht und günstiger gemacht werden. Der Gang zum Notar ist mit Hilfe der Mustersatzung weniger mit Kosten verbunden, weil lediglich die Unterschriften beglaubigt werden müssen. Die Mustersatzung ist aber nur für Standard-Gründungen einer UG gedacht. Auch für die Eintragung in das Handelsregister wird es ein Musterformular für die UG geben, damit dies zügiger geregelt werden kann.

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