Der Marathon – gesundheitlicher Hochgenuss oder tödliches Risiko

Der Marathon ist in Bezug auf seine ursprüngliche Bedeutung untrennbar mit einem Mythos verbunden, der den Tod impliziert. Ebenso wie diese Legende wird die Behauptung, Marathons oder gar die ganze Lauferei als Freizeitsportler seien gefährlich, nicht nur durch die Fakten gestützt. Bevor man sich mit den Risiken und Nebenwirkungen des Laufens beschäftigt, sollte man sich eine Sache klar machen: Gesund im klassischen Sinne war Marathonlaufen noch nie. Darauf weisen auch bei Beratungsgespräche und dem Erstellen von Trainingsplänen zur Marathonvorbereitung Fachpersonal wie , Sportwissenschaftler, Sportmediziner oder Fitness Trainer hin. Schließlich handelt es sich dabei um eine Extrembelastung, bei der Menschen an Ihre Leistungsgrenzen gehen. Das Gesunde daran ist höchstens das Training, wobei wissenschaftlich gesichert ist, dass man, um fit zu sein, nicht mehr als dreimal pro Woche 30 bis 50 Minuten in gemäßigtem Tempo zu laufen braucht. Jeder, der mehr als 25 Kilometer pro Woche läuft, tut dies nicht aus Gesundheitsgründen, sondern ist anders motiviert.

Meldungen, in denen über Todesfälle bei Laufveranstaltungen berichtet wird, stiften Verwirrung und Verunsicherung nicht nur unter den Läufern. Vor allem weil über die Einzelfälle und speziell über die jeweiligen Gründe für den Tod meist nur wenig bekannt wird. Das hat zum einen damit zu tun, dass vielfach keine Autopsie erfolgt oder deren Ergebnisse nicht bekannt werden. Ob eine Obduktion stattfindet, hängt vom jeweiligen Fall ab und auch davon, ob die Angehörigen eine solche wünschen. Da die Resultate solcher Obduktionen erst nach Wochen vorliegen und außerdem der ärztlichen Schweigepflicht unterliegen, wird so gut wie nie etwas publiziert, es sei denn in der Fachliteratur. Es wird daher noch eine Weile dauern, bis seriöse Studien Ergebnisse möglichst vieler Obduktionen in Ihre Forschungsergebnisse einbeziehen und sich daraus weitere Schlüsse ziehen lassen.

Nun sind Todesfälle bei Laufveranstaltungen kein Phänomen der letzten Jahre. Das allein im Jahr 2007 acht Todesfälle bei Laufveranstaltungen in Deutschland bekannt wurden, ist nicht zuletzt auch einer gestiegenen Medienaufmerksamkeit geschuldet. Dabei wird oft übersehen, das schon rein statistisch ein Todesfall gar nicht mal so unwahrscheinlich ist, da bei Großveranstaltungen mit 30000 oder mehr Teilnehmern immerhin die Bevölkerung einer Kleinstadt auf den Beinen ist.

In den meisten Fällen, bei denen aktive Sportler zu Tode kommen, handelt es sich um den sogenannten plötzlichen Herztod. Die Ursachen dafür sind, so vermuten die Sportmediziner, Mediziner, , Sportphysiotherapeuten, angeborene Herzfehler oder nicht erkannte Herzmuskelentzündungen. Vor diesem Hintergrund wurden, nach den Vorfällen des Jahres 2007, Diskussionen geführt, wie sich so etwas verhindern ließe. Das Ergebnis: mehr Unklarheit als je zuvor. Seit dem August 2008 gibt es ein Konsens-Papier vom Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) aus Berlin. Es dient nun als Basis einer Empfehlung des Verbandes an die Laufveranstalter, einen Gesundheitstest auf ihrer Internetseite anzubieten, um die Laufteilnehmer dazu anzuhalten, sich Gedanken zu machen und mit dem Irrglauben aufzuräumen, wer Sport treibe sei automatisch gesund. Das Motto des Konsens-Papier, an denen Sportmediziner, Sportphysiotherapeuten, Personal Trainer mitgearbeitet haben, lautete denn auch: „Laufen ist gesund, aber nicht jeder der läuft, ist es“. Dieser Test ersetzt natürlich keine ärztliche Untersuchung beim Internisten oder Sportmediziner. Er soll die Befragten auf die gesundheitlichen Bedenken aufmerksam machen.

Ein ärztliches Attest, in dem der Gesundheitszustand des Teilnehmers bestätigt wird, wie es zum Beispiel in Italien oder Frankreich bei Laufveranstaltungen zur Anmeldung nötig ist, ist aus verschiedenen Gründen nutzlos. Zum einen lässt sich der sogenannte „Gesundheitsstatus“ nicht mittels einer 08/15-Untersuchung abklären, zum anderen kann sich jeder den Arzt selber aussuchen, der einem ein solches Gesundheitszeugnis ausstellt. Das Fachpublikum (Personal Trainer, Sportmediziner, Sportphysiotherapeuten) ist sich zudem sicher, dass zwischenzeitlich auftretende Erkrankungen in der gesundheitlichen Momentaufnahme nicht erfassbar sind. Somit ist durch den Attest keiner der bisherigen Todesfälle vermeidbar gewesen. Denn es ist immer von einer Verkettung mehrerer unglücklicher Umstände auszugehen, wozu der Attest als ein Baustein von mehreren zu sehen ist. Trotz alledem sollte der Spaß und der olympische Gedanke bei Laufveranstaltungen nicht durch ein Pamphlet von Bürokratie getrübt werden.

The same freedom and flexibility can extend to curriculum matters, said ola bailey, a preschool teacher at meridian charter school in writing helper washington

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