Ein Fernstudium – die clevere Alternative

Viele Menschen entscheiden sich im Laufe ihres beruflichen oder privaten Lebens zu einer Weiterbildung in Form eines Studiums. Die Gründe hierfür können sehr unterschiedlich sein. Je nach den eigenen Lebensumständen ist es manchem aber nicht so ohne weiteres möglich, sich als Vollzeitstudent an einer Universität zu immatrikulieren und den ganzen Tag am Unicampus zu verbringen. Ein Fernstudium kann in so einem Fall die geradezu ideale Option zu sein.

Aber was genau ist der Unterschied zwischen einem sogenannten Präsenzstudium und einem Fernstudium? Dieser besteht darin, dass der größte Teil des Studiums abseits des Universitätscampus stattfindet. Im Gegensatz zu Präsenzvorlesungen und Seminaren in der Universität selbst, die mitunter anwesenheitspflichtig sind und in der Regel einem straffen Zeitplan folgen, erwirbt der Student das Wissen seines Fernstudiums durch besonders aufbereitete Skripte und multimediale Lehrmaterialien. Die Leistungskontrolle zum jeweiligen Scheinerwerb erfolgt dann anhand der Korrektur von Einsendeaufgaben oder Prüfungen und nicht durch Klausuren, die an der Universität geschrieben werden.

Das Angebot der Fernstudiengänge ist mittlerweile sehr vielfältig und thematisch breitgefächert. Ausnahmen bilden allerdings nach wie vor Studiengänge wie beispielsweise das Studium der Human- oder der Veterinärmedizin. Der derzeit größte Anbieter von Fernstudien in der Bundesrepublik Deutschland ist die in 1974 gegründete FernUniversität in Hagen mit über 50.000 Studenten. Mittlerweile gibt es aber auch etliche Privatanbieter von Fernstudiengängen wie zum Beispiel die Open University oder die SRH Fernhochschule Riedlingen.

Trotz gewisser Vorteile des Fernstudiums birgt diese Form allerdings auch einige Nachteile, die man vor Studienantritt nicht unterschätzen sollte. Manch einer kommt mit der relativ freien Zeiteinteilung seines Studienpensums, für das auch ein hohes Maß an Selbstdisziplin gefordert wird, nicht immer gut zurecht. Auch die Anonymität des Fernstudiums und der eigene Zeitmangel durch Beruf und/oder Familie führen dazu, dass die Abbruchquoten hier relativ hoch sind. Wer daher „Druck von aussen“ braucht, um Motivation für das Lernen zu bekommen und sein Studium relativ zügig durchziehen möchte, für den mag das Präsenzstudium am Campus einer Universität unter Umständen eher die bessere Wahl sein.

Ist diese aber keine Option, so steht man gerade in Zeiten des Internets auch in Bezug auf das Fernstudium nicht „allein auf weiter Flur“. Mittlerweile existieren diverse Diskussions- und Lernforen zu den verschiedenen Fernstudiengängen, in denen man sich mit Gleichgesinnten austauschen kann. Auch so kann man sich bei einem Lerndurchhänger Motivation durch Mitstudierende holen und erfolgreich mit seinem Fernstudium beginnen.

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