Progressive Rock in Deutschland

Die Wurzeln des Progressive Rocks liegen in Großbritannien. Hier entstanden zeitig bekannte Bands wie King Crimson oder The Nice. Früh bildeten sich auch so genannte Supergroups wie zum Beispiel Emerson, Lake & Palmer, kurz E.L.P.. Die Mitglieder der Band, Keyboarder Keith Emerson, Bassist und Sänger Greg Lake und Schlagzeuger Carl Palmer, spielten bereits vor der Bandgründung in anderen erfolgreichen Gruppen.
Aber auch in Deutschland entwickelte sich eine Progressive-Rock-Szene. In Westdeutschland wurde allerdings vor allem eine hier entstandene Unterart gespielt: der Krautrock. Hervorgekommen ist er zwischen dem Ende der 60er und dem Anfang der 70er Jahre. Er beinhaltet verschiedene musikalische Strömungen wie den Jazzrock, den Spacerock und Elektronische Musik. Der Name entstand aus der englischen, umgangssprachlichen Bezeichnung für Deutsche, die „Krauts“. Zunächst war der Begriff eher abwertend gemeint. Doch schnell entwickelte er sich zum Markenzeichen für die progressive Pop- und Rockmusik aus Deutschland, die auch international anerkannt war. Die bekanntesten Bands waren unter anderen Jane, Kraan, Kraftwerk, Guru Guru, Amon Düül, Can und Neu!
Große Verkaufszahlen und überregionale Anerkennung erreichten später vor allem Grobschnitt, Hoelderlin, Novalis und Eloy. Diese Bands verkörperten einen symphonischen Stil und traten damit das Erbe der Krautrock-Gruppierungen an.
In der DDR gab es ebenfalls einige Progressive-Rock-Bands. Am bekanntesten waren Lift, Electra und die Stern-Combo Meißen.
Eine in Vergessenheit geratene Band ist Schicke Führs Fröhling aus Norddeutschland. Sie spielte instrumentalen, originellen, relativ eigenständigen und vom Jazzrock inspirierten Progressive Rock. Damit übte sich einen großen Einfluss auf verschiedene Retro-Prog-Bands aus.

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