Was bringen die Hausarztprogramme?

Kassenpatienten können an sogenannten Hausarztprogrammen ihrer Krankenkasse teilnehmen. Sie verpflichten sich dabei, im Falle einer Krankheit immer zunächst ihren Hausarzt aufzusuchen, bevor ein Facharzt konsultiert wird. Als Gegenleistung erhalten sie einen Teil der Praxisgebühr zurückerstattet, meist müssen sie diese dann nur noch einmal im Jahr zahlen. Damit ist eine Ersparnis von 30 Euro pro Jahr möglich oder es werden weitere Boni angeboten.

Das wird mit dem Ziel angeboten, teure Doppeluntersuchungen zu vermeiden und eine effizientere Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Es soll zudem eine verbesserte Abstimmung und Beratung zwischen Haus- und Facharzt, eine gezieltere Verordnung von Medikamenten, sowie eine schnelle Weiterleitung zum richtigen Facharzt herbeigeführt werden. Dadurch soll der Hausarzt einen besseren Überblick über die Krankengeschichte des Patienten erhalten und so unnötige Besuche bei anderen Ärzten vermeiden. Der Hausarzt übernimmt somit eine Art Lotsenfunktion. Ausgenommen vom Hausarztmodell sind Notfälle, aber auch Besuche beim Gynäkologen, Kinder- und Augenarzt.

Aber das Hausarztmodell wird bundesweit nicht von allen Krankenkassen angeboten und auch nicht alle Hausärzte nehmen an diesen Programmen teil. Denn an diesem Verfahren dürfen nur Ärzte teilnehmen, die einen entsprechenden Vertrag mit der Krankenkasse abgeschlossen haben. Dies sind zur Zeit in Deutschland über die Hälfte der Hausärzte. Diese Verträge sollen sicherstellen, dass Versorgungsmittel optimal eingesetzt werden und ein gewisser Qualitätsstandard vorhanden ist.

Wollen sie nun an einem solchen Programm teilnehmen, müssen sie sich für mindestens ein Jahr für einen teilnehmenden Hausarzt entscheiden.

Mittlerweile haben in Deutschland über 31 Mio. Versicherte die Möglichkeit an einem teilzunehmen. Über 5,9 Mio. Patienten haben diese Möglichkeit bereits wahrgenommen.

Vorteile des Hausarztmodells

Wenn sie am Hausarztmodell ihrer Krankenkasse teilnehmen, werden ihnen in der Regel Vergünstigungen angeboten. Meist handelt es sich um die Erlassung oder Senkung der Praxisgebühr oder andere Boni. Durch die vermiedenen Arztwechsel wird das Verhältnis zwischen Patient und Hausarzt gestärkt und die Versorgung besser abgestimmt. So dass teure Doppeluntersuchungen und Unannehmlichkeiten für den Patienten vermieden werden. Des weiteren verpflichten sich die teilnehmenden Hausärzte durch die Verträge mit den Kassen, an regelmäßigen Fortbildungsprogrammen teilzunehmen und somit ihre Behandlungsqualität aufrecht zu erhalten.

Nachteile des Hausarztmodells

Nachteilig ist jedoch die fehlende Möglichkeit ihren Arzt frei zu wählen. Sie verpflichten sich mit der Teilnahme am Hausarztprogramm ein Jahr lang den gleichen Hausarzt aufzusuchen. Ein Wechsel ist nur in Ausnahmefällen möglich, wenn zum Beispiel das Vertrauensverhältnis nachhaltig gestört sein sollte. Es ist somit kaum möglich eine Zweitmeinung einzuholen oder vergleichende Untersuchungen durchführen zu lassen. Auch sind zum Teil in den Verträgen zwischen Hausarzt und Krankenkasse bestimmte Behandlungsrichtlinien vorgeschrieben, die die Behandlungsfreiheit des Arztes einschränken können. Außerdem erhalten Krankenkassen Zugriff auf die Behandlungsdaten der Patienten und können somit Einfluss auf die Therapieentscheidung nehmen. Use well-constructed, value-added models of achievement that better measure what children are learning in school, as opposed to what they have learned https://www.overnightessay.co.uk/ before kindergarten or during summers off

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