Vitaltee
Entsprechend der alten orientalischen Regel bereitet man Tee in der mit kochendem Wasser angewärmten Teekanne zu, verwendet pro Trinkgefäß einen Teelöffel getrockneter Teeblätter, übergießt diese mit heißem Wasser und gießt dann das Aufgussgetränk innerhalb von acht min. in eine andere Teekanne ab. Teeliebhaber empfehlen, den Aufguss nur zwei min. ziehen zu lassen, da danach die in den Teebestandteilen enthaltenen Tannine frei werden, welche den belebenden Effekt des Purin-Alkaloids im Tee schwächen. Tee kann man je nach Geschmack mit fettarmer Milch, Zuckerwürfeln, Zitrone, oder Rum trinken. Die Annahme, in Teebeuteln sei Tee minderer Qualität, ist falsch. In Teebeuteln sind feinere Stückchen ohne Stängel. Jeder der ein Teeei verwendet, sollte dieses maximal bis zur Hälfte befüllen. Durch das Übergießen mit siedendem Wasser quellen die Teebestandteile auf und nehmen folglich an Fülle zu. Die Teeblätter brauchen zur Aromaentfaltung Platz. Das Aroma des Tees ist von der Qualitätsklasse abhängig. Die erstklassigste Tee-Qualität liefern die Knospen sowie die jüngsten Blättchen des Strauches. Wenn die Teeblätter geerntet wurden, müssen diese erst welken, später werden sie gestückelt, fermentiert sowie endgetrocknet. Manche Teesorten werden jedoch nicht fermentiert sondern anstattdessen gedünstet. Gesundheitsdienliche Inhaltsstoffe, welche vor Diabetes schützen können, bleiben bewahrt. Der gesündeste Tee allgemein soll der Jiaogulan Aufguss sein, welcher ebenfalls “Kraut des langen Lebens” genannt wird, kein Methyltheobromin noch Koffein beinhaltet, gleichwohl aber aufputschend ist und einen vorteilhaften Effekt auf das Wohlbefinden von Menschen hat. Das Grün der zügig wachsenden, durchschnittlich zehn m langen Pflanze, welche zu den Magnoliophyta zählt, werden in der indischen Gesundheitslehre als Arznei eingesetzt. Der Jiaogulan gehört auf unserem Kontinent nicht wirklich zu den Arzneimitteln, sondern ist ein Mittel zur Nahrungsergänzung. In den USA wird jener leicht süßlich mundende Aufguss, teils auch als “Anti-Aging-Tee” bezeichnet, schon jahrelang verzehrt, in Deutschland ist er eher unbeachtet. Ein Tee der absolut exklusiven Spezies ist Reishi, ein Vitalpilz, dessen heilende Wirkung die Immunabwehr, den Magen sowie den Stoffwechsel vorteilhaft beeinflusst. Der Chinesische Name Wan Zhi steht für “Unsterblichkeitspilz” oder etwa “Fünftausend-Jahrhunderte-Pilz”. Bei dem Tee werden hauchdünn zertrennte, gefriergetrocknete Scheiben eingesetzt, welche über Tag in reinem Wasser aufquillen sollten. Danach wird das Gebräu mit den Pilzscheiben aufgekocht und fünfzehn min. kochen gelassen sowie anschließend abgeseiht. Der Jiaogulan schmeckt ein wenig herb-bitter und kann mit Süssstoff oder Rohrzucker gemischt werden.