Forex Trading

Im Forex Trading, dem Handel mit Devisen über das Internet, spielen Wechselkurse und ihre Schwankungen im Zeitablauf eine wesentliche Rolle. Die Kaufkraftparitätentheorie, die bis in die klassische Nationalökonomie zurückreicht, war lange Zeit grundlegend für die theoretische Erklärung von Wechselkursen. Sie geht auf den Schwedischen Volkswirt Gustav Cassel
(1866 – 1945) zurück.

Die Theorie der Kaufkraftparitäten erklärt den Wechselkurs mit den Güterströmen zwischen zwei Volkswirtschaften und dem damit verbundenen Devisenangebot bzw. der Devisennachfrage. Diese Theorie erklärt nur Änderungen der Wechselkurse, die durch Preisänderungen im Güterhandel hervorgerufen werden. Im Zeitalter der Dienstleistungs- und Finanztransaktionen zwischen den Volkswirtschaften sind diese Annahmen zwar grundlegend richtig, aber dennoch veraltet.

Im Forex Trading gelten zudem andere Gesetze als in der realen Welt, die durch die hohe Transaktionsgeschwindigkeit ins Leben gerufen werden. Die Transaktionen werden oftmals innerhalb nur weniger Sekunden vorgenommen. Jede Kursschwankung kann beim Anleger eine Entscheidung zur Abwicklung eines Devisengeschäfts hervorrufen, weil er unmittelbaren Zugang zum Devisenmarkt hat. Mittels Forex Trading werden die Banken als Mittler im Devisenhandel ausgeschalten. Seine Geschäfte wickelt jeder Teilnehmer am Forex Trading selbst über das Internet ab. Hilfreich hierfür sind spezialisierte Plattform-Anbieter, die neben Devisenkonten meistens auch zusätzliche Hilfsmittel, wie Toolbars, Charts, Beratungsdienste, Demo-Accounts, Schulungs- und Ausbildungsveranstaltungen, Webseminare und ähnliches in ihrem Leistungsprogramm haben.

Wichtiger als ökonomische Theorien sind für den Investor, regelmäßig die Ereignisse in der Weltwirtschaft und auf dem Devisenmarkt zu verfolgen, zu analysieren und für seine Geschäfte effektiv auszunutzen. Nur Trader, die sich Transparenz über die Gegebenheiten des Marktes und die Einflüsse auf die Kursentwicklungen verschaffen, haben die Chance, dauerhaft im Forex Trading erfolgreich Geschäfte zu machen. Dazu haben sie – mit Ausnahme einiger Feiertage und an Wochenenden – rund um die Uhr Gelegenheit, da zu jeder Tages- und Nachtzeit irgendeine Devisenbörse auf der Welt geöffnet hat. Wer im Forex Trading tätig werden möchte, muss also nicht zwangsweise seinen Hauptberuf aufgeben, um daran teilnehmen zu können. Viele erfolgreiche Privatanleger haben dies inzwischen dennoch getan, nachdem sie gesehen haben, dass sie mit ihren Gewinnen aus dem Forex Trading durchaus ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

Einen Kommentar schreiben

du mußt angemeldet sein, um kommentieren zu können.