Probleme beim Grillen

Kaum zu fassen, aber wahr: das leckere Würstchen vom Grill oder das knackige Baguette mit Kräuterbutter beschäftigen in den Sommermonaten regelmäßig die Anwälte und sogar Gerichte. Die Rede ist vom Grillen auf dem Balkon oder im Garten, woran sich einige Zeitgenossen ganz offensichtlich stören. Meist werden Rauchwolken von Kohlegrills als Belästigung empfunden und auch die lustige Gartenparty holt nachts im halb drei gern mal den Nachbarn aus dem Tiefschlaf.
In Deutschland wurden schon zahlreiche Urteile zur Grill-Problematik verkündet, die für den Laien aber kaum überschaubar sind. Um unnötigem Ärger aus dem Weg zu gehen, kann aber etwa ein Elektrogrill oder Gasgrill benutzt werden, der entgegen der Holzkohle keine belästigenden Wolken aufsteigen lässt. Mieter einer Mietwohnung sollten beim Grillen auf dem Balkon daher keinesfalls einen Kohlegrill verwenden, dessen Rauchwolken beim Nachbarn in die Schlafstube ziehen. In einem freien Garten oder auf einem Grundstück, wo der Rauch problemlos abziehen kann, sind Kohlegrills jedoch vollkommen in Ordnung. Hier muss der Nachbar in 100 Metern Entfernung erst einmal beweisen, dass er massiv vom Qualm des Grills belästigt wird.
Einige Mietverträge geben auch, mit gültigem Recht, die Häufigkeit des Grillens vor. Das mag manch einer spießig finden und der andere begrüßen, wenn die Nachbarschaft auf dem Balkon jeden Abend eine Grillparty veranstaltet. Werden sich Mieter und Vermieter oder die Mieter untereinander aber über den Grill partout nicht einig, hilft meist nur der Rechtsanwalt. Leipzig und andere Städte bieten zahlreiche Fachanwälte für das Mietrecht, die sich etwa als Rechtsanwältin in Leipzig auch des problematischen Grills annehmen.

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