Strass – edler Stein

Strass sieht wirklich aus wie ein echter Edelstein. Er wird nicht ohne Grund als Diamant-Imitat verwendet, denn er funkelt einfach wunderschön und ist in Farbstreuung des Lichts und Glanz-Faktor mit dem Diamanten an sich identisch. Ihm fehlt zwar die enorme Ritzhärte und der exakt gleiche Lichtbrechungsindex der originalen Diamanten, er wirkt aber überhaupt nicht billig. Dabei ist er preislich vor allem gar nicht so teuer. Schließlich handelt es sich bei Stress Steinen eigentlich um Glas-Steine aus bleihaltigem Glasfluss, also genau genommen Email. Das Bleimennige verhindert die normalerweise störende Grünfärbung des verwendeten Glases. Unten wir d der Strass-Stein foliert, also mit einer spiegelnden Schicht überzogen, und facettiert, um das Licht besser zu brechen und so mehr zu funkeln. Begonnen hat der bis heute ungebrochen anhaltende Strass-Boom schon im 18. Jahrhundert. Damals herrschte im Schloss von König Ludwig dem 15. ein unstillbarer Schmuckbedarf bei den Hofdamen. Und so griffen immer mehr Frauen im Adel auf Strass-Steine zurück. Die früher auch Simili genannten Steine waren hier die Lösung und sind es auch heute noch für modebewusste, aber nicht steinreiche Schmuckträgerinnen. Der Name kommt vom Juwelier Georg Friedrich Strass, der ab 1730 einen eigenen Laden zur Herstellung der Diamanten-Imitation eröffnete und ab 1734 sogar offizieller ‚Juwelier des Königs‘ mit Strass-Steinen wurde. ‚Pierres de Strass‘, also die Steine vom Strass, wurden im Volksmund bald abgekürzt zum heute gängigen Strass als Kurzform. Mittlerweile sind Strassmotive aus vorgefertigter Strass-Anordnung, Strass-Ketten und sogar Strass-Zehenringe Bestandteil der modischen Schmuckwelt und gar nicht mehr aus den Geschäften für Schmuckartikel wegzudenken

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