Die große Liebe von Hero und Leander

Ein Mythos weist auf Wirklichkeit hin, will bedeuten und stellt Gegebenheiten in Natur, Gesellschaft und Individuum in bildhaft-symbolischer Formen dar, die den Dichtern und Denkern als Motive für zahlreiche Variationen und Weiterbildungen gedient und ihre oft erhebliche Aussagekraft bis in die Neuzeit bewahrt haben. Wo Mythos nichts mehr bedeutet, wird er zum Märchen. Dass also der Unterschied zwischen den Erzählungen nicht in diesen selbst, sondern im Verhältnis der Menschen zu ihnen liegt, macht die Definition so schwierig. Das Märchen ist bedeutungslos gewordener Mythos, der seine Funktion als Ausdruck des gesellschaftlichen Bewusstseins verloren hat. Mythos ist noch lebendiges, Realität widerspiegelndes Märchen. Versuche, den Mythos für ein schon weiter entwickeltes Bewusstsein zu retten, sind die allegorischen Interpretationen. Ihnen liegt der Irrtum zugrunde, Mythen würden zwar etwas anderes sagen, dabei aber doch die eigene oder eine noch tiefere Weisheit meinen. Vom Bemühen, den Geist der eigenen Zeit in den mythischen Erzählungen wieder zu finden, wurde besonders Homer und die Bibel betroffen. Wir müssen uns auf Mythen also einlassen. Erst dann erfahren wird aus ihnen ewig gültiges Menschlich-Allzumenschliches über Liebe und Hass, Leben und Tod, Partnersuche und Ehe, Sieg und Niederlage. 

Man denke etwa an den ergreifenden griechischen Mythos von Hero und Leander. Hero war eine Aphroditeproesterin in Sestos an der Meerenge Hellespont, den ihr Geliebter Leander aus Abydos allnächtlich durchschwamm, um mit ihr vereint zu sein. Als die Lampe, die Hero als Wegweiser aufgestellt hatte, in einem Sturm erlosch, verirrte er sich auf dem Meer und ertrank. Am folgenden Morgen entdeckte Hero seinen Leichnam und stürzte sich von einer Klippe in den Tod. 

Bezüge zu dieser Sage finden sich bereits in Vergils Georgica und Ovids Heroides. Später entstehen eine Ballade von Friedrich Schiller und ein Trauerspiel von Franz Grillparzer. Auch existiert ein Gedicht von Heinz Erhardt, in welchem die Geschichte von Hero und Leander humoristisch erzählt wird. Weiterhin tritt die Sage als wichtiges Element auch im Roman Die Nacht von Lissabon von Erich Maria Remarque auf. 

Bedenkt man, wie effektiv und einfach es heute ist, bei einer modernen seriösen Partnervermittlung den passenden Partner zu finden, bereut man eben diese Tatsache fast: Wie gern würde man doch als Held ganze Königreiche besiegen, nur um schließlich die Angebetete retten zu können, doch andererseits: wie schön, dass man es heute nicht mehr zu tun braucht!

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