Wohin geht die Riester Rente?

Nachdem unter Minister Walter Riester im Zuge der Rentenreform 2000/2001 die nach ihm benannte Riester Rente eingeführt worden war, erwies sie sich zunächst ganz und gar nicht als Erfolg. Zwar zweifelte zu jener Zeit kaum jemand an der Notwendigkeit, die bisherige Rente durch eine private Altersvorsorge zu ergänzen – der Gefahr eines bevorstehenden Zusammenbruchs des demografischen Rentensystems wurde hier vorgebaut. Dennoch reagierten diejenigen, um die es eigentlich ging – die Arbeiter und Angestellten, mit großer Zurückhaltung. Das hatte gleich mehrere Gründe. Die gesetzlichen Regelungen zur Riester Rente waren äußerst kompliziert. (Die Agebote zu diesem Thema finden Sie hier.) Die damals recht geringen staatlichen Zuschüsse schienen vielen Bürgern nicht der Rede wert. Und selbst die Versicherungsvertreter von Flensburg bis Freiburg, denen das neue Gesetz doch ein gewaltiges Zusatzgeschäft bringen sollte, machten sich nur halbherzig an die Arbeit, Kunden für die neuartigen Produkte zu gewinnen. Der Provit, der dabei heraussprang, war einfach zu niedrig, um sie auf Trab zu bringen. Folgerichtig wurde das Gesetz in den wenigen Jahren seit seinem In-Kraft-Treten bereits mehrfach geändert – immer mit dem Ziel, die Bürger endlich zu dem zu bewegen, was doch jeder bereits als notwendig erkannt hatte. So brachte beispielsweise das Jahr 2008 die Erhöhung der Kinderzulage und die Möglichkeit, von dem angesparten Geld auch eine Immobilie zu kaufen. Dennoch wird die Zukunft wohl weitere Änderungen bringen müssen, um die allgemeine Akzeptanz der Riester Rente zu verbessern. Ein wichtiger Kritikpunkt ist etwa die nach wie vor geltende Doppelverbeitragung, wenn die Riesterrente als Betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen wird. Denn im Rentenalter müssen auf die ausgezahlten Renten Sozialversicherungsabgaben (etwa für die Krankenversicherung) gezahlt werden, und erhöhen unter Umständen auch den Krankenkassenbeitrag des Rentners, da sich dieser Beitrag nach dem Gesamteinkommen der Person richtet. Hier wird die Politik sicher noch nachbessern müssen. Deswegen jedoch auf den rechtzeitigen Abschluss eines Riester-Vertrages zu verzichten, ist nicht zu empfehlen schließlich ist Zeit die günstigste Komponente für eine Riester Rente.

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