Soll man Kinder zu einer Beerdigung mitnehmen?

Diese Frage taucht bei fast jeder Beerdigung auf: Ab welchem Alter kann man Kinder zur Beerdigung mitnehmen, wenn ein naher Angehöriger gestorben ist. Die Ansichten hierüber gehen weit auseinander. Während manche Eltern die Meinung vertreten, ihre Kinder sollten von Anfang an mit allen Dingen des Lebens vertraut gemacht werden, gibt es auch andere Standpunkte. Einige Eltern sind nämlich der Auffassung, dass Kinder ein bestimmtes Mindestalter haben müssen, um eine Beerdigung erstens begreifen und zweitens verkraften zu können. Und dann gibt es noch die Personen, die befürchten, dass Kinder durch ihre Unbekümmertheit die feierliche und würdevolle Atmosphäre einer Beerdigung zu stören. Fragt man einen Fachmann für Erziehungsfragen, wird man wohl zur Antwort bekommen, dass alle vorher Befragten ein bisschen Recht haben. Letztlich kommt es in erster Linie auf das Kind selbst an. Tobende und lärmende Kinder sind auf einer Beerdigung wirklich fehl am Platz. Wenn man Kinder mitnehmen möchte, dann sollte man schon sicher sein, dass sie sich dem Anlass entsprechend benehmen können. Aber ein viel gewichtigeres Thema ist, ob und inwieweit ein Kind die Erlebnisse bei einer Bestattung verkraften kann. Die Antwort auf diese Frage sollte die alles Entscheidende sein. Hier sind allerdings auch wieder die Eltern in der Pflicht, denn je besser ein Kind auf eine Bestattung vorbereitet wird, desto besser wird es damit zurecht kommen. Tja, man sieht schon, eine allgemein gültige Antwort auf die Eingangsfrage gibt es nicht. Dennoch soll hier ein Anhaltspunkt genannt werden. Kindern unter 12 Jahren sollte man die belastende Erfahrung der Teilnahme an einer Bestattung ersparen.

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